Risikomanagement: Jedes Risiko ist auch eine Chance

Professionelles Risikomanagement beginnt mit dem Erkennen risikobehafteter Issues. Beispiel: Welche ethischen Richtlinien setzen das Unternehmen einem deutlich erhöhten Reputationsrisiko aus?

Das Risikomanagement setzt unkalkulierbare Risiken voraus. Beispiel: Wer sich hinter das Steuer eines Autos setzt, kann sich niemals sicher sein, dass man nicht doch in einen Unfall verwickelt wird.

Qualitatives Risikomanagement beschränkt sich daher nicht darauf, alle Risiken von vornherein zu vermeiden. Risikomanagement ist vielmehr der Prozess, Risiken zu ermitteln, sie anschließend zu bewerten und dann zu entscheiden, ob es nötig oder eventuell sogar lohnend ist, ein Risiko einzugehen.

Risikomanagement: Hindernisse überwinden, Gelegenheiten nutzen

Häufig wird nicht bedacht, dass Risiken durchaus Positives bewirken können. An diesem Punkt knüpft das Risikomanagement an: Jedes Risiko beinhaltet gleichzeitig immer eine Chance. Eben diese Chancen zu nutzen – und somit aus dem bewussten oder ohnehin unabdingbaren Eingehen eines Risikos einen Mehrwert zu generieren – ist ein wichtiger Aspekt eines erfolgreichen Risikomanagements.

In vielen Unternehmen ist inzwischen ein internes Risikomanagement etabliert. Dabei liegt der Fokus meist nur auf finanziellen und wirtschaftlichen Risiken, wie beispielsweise Liquiditätsrisiken oder konjunkturellen Risiken.
Kommunikative Risiken jedoch, wie z.B. Reputationsrisiken, werden häufig bis zuletzt nicht wahrgenommen. Die Folge ist oftmals ein gravierender Vertrauensverlust und langfristiger Imageschaden – insbesondere im Kontext multimedialer Kommunikation und globalen Wettbewerbs.

Quellen: Ditges, Florian / Höbel, Peter / Hofmann, Thorsten (2008):
Krisenkommunikation, UVK Verlag, Konstanz.



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