Energiewende: Wissenschafts-PR im Zeichen des globalen Wandels

Globale Erwärmung, knapper werdende Ressourcen und eine wachsende Weltbevölkerung: Die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gehen mit hohen Erwartungen an die Forschung und die Wissenschaftskommunikation einher. Auf der Suche nach globalen Lösungen sind „Zukunftstechnologien“ und „wissenschaftliche Exzellenz“ gefragter denn je. 

Energiewende – eine Herausforderung an die Wissenschaftskommunikation

Andererseits rollt bei diesen Themen immer wieder ein Übermaß an öffentlicher Kritik auf. Die Erkenntnis, dass Bürger rechtzeitig informiert und aktiv in neue Entwicklungsprozesse einbezogen werden müssen, kommt häufig zu spät. Hier gilt es in Zukunft, frühzeitig Vertrauen und Akzeptanz aufzubauen. Die Energiewende stellt damit eine große Herausforderung an die Wissenschaftskommunikation.

Ein Beispiel: Die „Tiefe Geothermie“ bezeichnet Wärmeressourcen in der Erdkruste, die durch seismische Analysen erschlossen werden können. Als regenerative Energiequelle bietet Tiefe Geothermie auf der einen Seite die Chance, Ressourcen zu schonen und Emissionen zu reduzieren. Auf der anderen Seite stehen mögliche Risiken wie Landabsenkungen und chemische Verunreinigungen. Zur Erforschung und Abwägung beider Seiten ist ein wissenschaftlicher Prozess gefordert, der mit professionellen Methoden der Wissenschafts-PR kommunikativ begleitet werden muss. Insbesondere die betroffenen Bürger in der jeweiligen Region müssen von Anfang an in den Prozess einbezogen werden, beispielsweise über Befragungen und Bürgerdialoge.

Kritische Themen erfordern eine sachbetonte Wissenschaftskommunikation

Auch andere Themenfelder der Energiewende geraten immer wieder in die Kritik, etwa Windparks, die Landschaftsbilder verändern, unterirdische CO2-Speicher, die neue Pipelines erfordern, oder Nanotechnologien, die das chemische Gleichgewicht in der Natur beeinflussen können. Ein sachlicher Dialog im Rahmen der Wissenschaftskommunikation muss auch bei diesen Themen frühzeitig begonnen und kontinuierlich aufrecht erhalten werden. Dabei gilt es, die Kritik der Bevölkerung anzunehmen und in Lösungskonzepte zu integrieren.